Primarschulhaus Winterthur Neuhegi

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Das innovative und städtebaulich interessante Schulhaus ist kein Zufallsprodukt, sondern steht in einer hohen Projektentwicklungs-Kompetenz der Stadtverwaltung von Winterthur. Innovativ sind sowohl die Integration der Turnhalle in das kompakte Schulgebäude, was zu guten Energiekennzahlen geführt hat, als auch die Statik und die Gestaltung der Lernlandschaft im Dachgeschoss. Dank aussenliegender Fluchtwege können die innenliegenden Erschliessungsflächen pädagogisch voll genutzt werden. Dieser Typus der „Neuinterpretation der Pavillonschule“ in verdichteten städtischen Verhältnissen wurde hier erstmals auch für eine Primarschule angewandt.

Allgemeines zur Bildungseinrichtung:

•    Name: Primarschulhaus Winterthur Neuhegi
•    Name und Art der Träger*innenschaft: Stadt Winterthur
•    Schulart: Primarschule und Kindergarten
•    Anzahl der geführten Klassen: 13 Primarschule, 4 Kindergarten
•    Schüler*innenzahlen: 396
•    Lehrer*innenzahlen: 38
•    Sonstiges Personal Art und Anzahl: 
2: Schulleitung: 2
1: Schulsekretariat: 1
3: Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Schulpsychologie
Klassenassistenz: 3
Zivildienstleistende: 2

Art der Träger*innenschaft: öffentlich
Größe der Bildungseinrichtung (nach Anzahl der Lernenden): Mittel (bis 32 Klassen oder 800 Lernende)
Pädagogisch-Organisatorische Ausrichtung: Ganztag verschränkt/gebunden
Zeiteinheitenteilung: 45'-Stunden Freie Zeiteinteilung
Inklusion: NEIN
Baujahr/e: 2018
Baualter Epoche: aktuell (ab 1990er)
Art des Gebäudes: Neubau
Lage im Siedlungsraum: Zentrumsnah / Subzentrum
Bautypologische Merkmale: Pavillonschule Clusterschule
Kennzahlen Flächen:
Planungsbeteiligte:

Stadt- und Raumplanung:
Name Büros: Institut für Nachhaltige Entwicklung (INE), ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Dr. Bernadette Sütterlin
Adresse: Technikumstrasse 9, CH-8400 Winterthur
Homepage: suet@zhaw.ch

Architektur:

Name Büros: Thomas Fischer, GmbH, Zürich
Leimbacher Architektur GmbH, Winterthur

Wettbewerbsprojekt: Thomas Fischer
Adresse: Kanzleistrasse 80, CH 8004 Zürich
Homepage: www.thomasfischerarchitekt.ch

Ausführungsprojekt: Elias Leimbacher
Adresse: Mühlestrasse 5, CH-8400 Winterthur
Homepage: www.el-ar.ch

Generalplaner, Gesamt- und Bauleitung:
Confirm AG Zürich
www.confirmag.ch

Landschaftsarchitektur:
knoepflipartner, Luzern
www.koepflipartner.ch

Tragwerk, Baustatik:
Ulaga Partner AG, Basel
www.ulagaweiss.ch/kontakt

Gebäudetechnik HLKS:
eicher + pauli Luzern AG, Kriens
www.eicher-pauli.ch

Bauökologie:
Chrostoph Lehmann, Steckborn
www.lehmann-architektur.ch

Kunst am Bau:
Bignia Wehrli
http://www.bigniawehrli.de

 

Pläne:
AnhangGröße
PDF Icon SHN_180712_Publikationspläne_ELA Kopie.pdf617.87 KB
Entstehungsprozess:

Als Besonderheit kann hervorgehoben werden, dass es sich um einen 2-stufigen Architekturwettbewerb gehandelt hat und dass nach der I. Stufe die ausgewählten Projekte einer „pädagogischen Vorprüfung“ durch einen Schulbauexperten unterzogen wurden und deren Ergebnisse einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl des Siegesprojektes hatte.
Unter der folgenden Link können alle Wettbewerbsschritte und Juryentscheidungen systematisch nachverfolgt werden sowie alle Medienmitteilungen der Stadtverwaltung und diverse Pressekommentare während des gesamten Planungs- und Bauprozesses: Prozesses heruntergeladen werden:

Beteiligungsprozess:

 

Adresse:

Ida-Sträuli-Strasse 50, 8404 Winterthur, Schweiz

PULS-Würdigung:

Das innovative und städtebaulich interessante Schulhaus ist kein Zufallsprodukt, sondern steht in einer hohen Projektentwicklungs-Kompetenz der Stadtverwaltung von Winterthur. Dies hat wohl auch mit der optimalen Grösse der Stadt Winterthur zu tun, welche sich durch eine professionelle Verwaltung mit relativ kurzen Entscheidungs-wegen und wenig Hierarchieebenen auszeichnet.

Das Verfahren des offenen, 2-stufige Wettbewerbs brachte eine breite Palette von Lösungsansätzen auf Konzeptebene und dank einer pädagogischen Vorprüfung eine Weiterentwicklung der pädagogisch innovativsten Konzepte zur Projektreife.
Innovativ sind sowohl die Integration der Turnhalle in das kompakte Schulgebäude, was zu guten Energiekennzahlen geführt hat, als auch die Statik und die Gestaltung der Lernlandschaft im Dachgeschoss. Dank aussenliegender Fluchtwege können die innenliegenden Erschliessungsflächen pädagogisch voll genutzt werden. Mit diesem Typus der Lernlandschaft im Dachgeschoss hat der Architekt Thomas Fischer weitere

3 grosse Schulbauwettbewerbe in der Schweiz gewonnen. Dieser Typus der „Neuinterpretation der Pavillonschule“ in verdichteten städtischen Verhältnissen wurde hier erstmals auch für eine Primarschule angewandt und nicht wie beim Prototypen für Sekundarschulen.

Bei diesem Projekt ging die Schulraumentwicklung der Schulentwicklung voraus. Letztere wurde aber stark durch die Herausforderungen der Architektur inspiriert. (Urs Maurer)

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