1924 als Industriehalle – Kesselschmiede der Firma Sulzer - mit guter Anbindung an die Eisenbahn erstellt. Es liegt zentral und in 10 Min. vom Bahnhof aus zu Fuss erreichbar.
Zwischen 1991 und 1996 wurden In verschiedenen Ausbauschritten durch einfache Massnahmen im Inneren gewisse Anpassungen vorgenommen, um die Nutzungsabläufe im Hochschulbetrieb zu optimieren und um so den Anforderungen des erweiterten Leistungsauftrages der Fachhochschulen besser gerecht zu werden. Zudem wurden einige bauliche Massnahmen durchgeführt, welche der Sicherheit der Nutzer im Brandfall dienten.Das denkmalgeschützte Gebäude ist ein Zeuge aus der Blütezeit der schweizerischen Maschinenindustrie und dem wichtigen Industriestandort Winterthur.
• Name: ZHAW Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften; Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen
• Name und Art der Träger*innenschaft: Kanton Zürich
• Schulart: Fachhochschule
• Anzahl der geführten Klassen: 3 Jahrgänge Bachelorstudium, 2 Jahrgänge Masterstudium
• Schüler*innenzahlen: 536
Architektur:
1924: Name Büro: Sulzer AG
Inbetriebnahme 1991
1992-96: ArGe Eppler, Maraini, Schoop Architekten, Baden
www.sdsar.ch
Inbetriebnahme 1997,
Anbau 2004 & Aquarium:
Mäder & Mächler Architekten, Zürich
Zurlindenstrasse 192 a, CH-8003 Zürich
http://www.maedermaechler.ch
Bauleitung: Hans Rudolf Moor
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Winterthur ist eine typische schweizerische Industriestadt mit bedeutenden und bekannten Weltmarken der Maschinenindustrie wie Rieter (Webmaschinen) oder Sulzer (Giesserei, Kesselschmiede, Dampfmaschinen, Dieselmotoren, Schiffe, Lokomotiven). Rund 60 % der Erwerbstätigen in und um Winterthur arbeiteten in der ersten Hälfte des 20. Jh. in der Maschinenindustrie.
Im Gegensatz zu anderen Industriestandorten wie Zürich oder Oerlikon erfolgte die Transformation der Industrieareals in Winterthur wegen Standortfaktoren erheblich langsamer. Dies bot Gelegenheit einen Teil des architektonischen Erbes aus der Zeit vor und nach der Jahrhundertwende zu erhalten. So entstand die radikale Idee, die nicht mehr verwendete Produktionshalle 180 der Firma Sulzer in eine Architektur- und Ingenieurschule durch neue Einbauten umzunutzen. Alle Einbauten sollten durch das gewaltige Hallendach aus Gusseisen und Glas wie eine Art zweites Himmelsgewölbe überspannt bleiben.
Dabei mussten, was die Standardnormen bezüglich Energie (Aussendämmung), Brandschutz etc. betrifft, Ausnahmebewilligungen erteilt werden. So wurde zur Eröffnung der Fachhochschule 1991 nur eine befristete Betriebsbewilligung erteilt, flankiert mit einem Paket von Auflagen und konkreten Massnahmen, welche innerhalb der nächsten Jahre geplant und durchgeführt werden mussten. 1997 wurde die befristete Bewilligung für die Inbetriebnahme der Um- und Ausbaumassnahmen erteilt. 2004 wurde die Bewilligung für weitere Sanierungsmassnahmen der Halle 180, sowie für die Nutzung einer weiteren Halle erteilt. 2027 konnten die drei Hallen 180, 189 und 191 Dank dem Engagement der Stiftung Abendroth als Besitzerin des Areals und des Kantons in definitive Lösungen übergeführt werden.
Das polare Raumkonzept von Grossraumhülle und Einbauten schafft einerseits eine besondere Atmosphäre und Identifikation mit der übergeordneten Institution und der Studien-und Forschungsgemeinschaft, andererseits sind diese befristeten Betriebsbewilligungen Ausdruck von etwas Provisorischem, Prozesshaftem, Risikofreudigem und Innovativem. Während sich die neueren Fachhochschulgebäude in der Schweiz in ihrem Standard und Charakter immer mehr repräsentativen Banken, Versicherungen oder Pensionskassen annähern, strahlt diese Bauabteilung einen Produktions- und Werkstattcharakter aus. Dies wird in der erfahrungsbasierten Videoarbeit eines Masterstudenten bestätigt. (Urs Maurer)
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